EU-Beitrittsvertrag mit Kroatien

Posted by nachbar on 24/03/10
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Kroatien befindet sich in der Endphase der Beitrittsverhandlungen. Das bedeutet, dass eine Arbeitsgruppe bereits dabei ist, den Vertrag zum EU-Beitritt Kroatiens zu entwerfen. Die EU-Kommission arbeitet zudem am Finanzpaket für die Beitrittsverhandlungen. Kroatien soll nun im Schnelldurchlauf alle “notwendigen politischen, wirtschaftlichen, legislativen und verwaltungstechnischen Reformen” abschließen und “alle ausstehenden Benchmarks rechtzeitig” erfüllen.

Ein sportliches Programm, niedergeschrieben gestern (23. März 2010) in der Mitteilung zum sechsten Stabilisierungs- und Assoziierungsrates EU-Kroatien. Der Stabilisierungs- und Assoziierungsrat erinnert daran, in welchen Schlüsselbereichen Kroatien seine Reformanstrengungen fortsetzen soll:

- Justizsytem und öffentliche Verwaltung;
- Bekämpfung der Korruption und der organisierte Kriminalität;
- Respekt für und Schutz von Minderheiten (dazu gehört auch die Rückkehr der Flüchtlinge und die Verfolgung von Kriegsverbrechen);
- Wirtschaftsreformen.

Mit einem festen politischen Willen und einer breiten gesellschaftlichen Akzeptanz in Kroatien sowie einer effizienten Unterstützung der anderen Westbalkan-Staaten und seitens der EU könnten die ausstehenden Reformen sicher in den nächsten Jahren erfolgreich vorangetrieben werden. Kroatien schafft das in neun Monaten. Davon geht zumindest Kroatien aus – und auch die EU scheint das für möglich zu halten.

Die EU hat offenbar nichts aus dem verfrühten EU-Beitrittsversprechen an Bulgarien und Rumänien gelernt (mehr dazu hier). Auch im Falle Kroatiens formuliert die EU nun ein potentielles Zieldatum (Ende 2010) für den Abschluss der Beitrittsverhandlungen – obwohl die notwenigen Reformen noch nicht vollständig umgesetzt wurden. Damit wird wieder ein Automatismus erzeugt, der die Glaubwürdigkeit der EU-Erweiterungspolitik weiter beschädigen wird.

4 Responses to EU-Beitrittsvertrag mit Kroatien »»

  1. Comment by Dragan | 2010/04/10 at 00:48:08

    Man kann doch Kroatien nicht mit Bulgarien und Rumänien vergleichen das ist doch kwatch.

  2. Comment by domoljub | 2010/04/22 at 22:07:46

    Ich hoffe das sich das kroatische Volk gegen die EU entscheidet…
    Kroatien war nie glücklich unter fremder Herrschafft… Venezianer, Osmanen, Österreich-Ungarn, Königreich und SFR Jugoslawien.. und jetzt einen neuen Fehler machen und der EU beitreten?
    An der Spitze der EU wie auch in den USA, befinden sich Masonen…
    und von denen soll man sich vorschreiben lassen was richtig und was falsch ist?
    Die EU ist eine große Verbrecherorganisation!

  3. Comment by damir | 2010/06/02 at 21:25:08

    Wenn Kroatien in die EU kommt, dann wird BRUESSEL Kroatien vorschreiben, wie viele Immigranten aus der arabischen Welt Kroatien aufnehmen muss, um diese ueber Jahrzehnte zu versorgen.

    Wenn Kroatien in die EU kommt, dann werden die reichen Europaer Kroatien aufkaufen und was den Kroaten dann von Kroatien bleibt wird nicht viel sein!!!

    WOFUER HAT KROATIEN IN DEN 90 ER JAHREN GEKAEMPFT? WOFUER? WENN JETZT KROATIEN UNTER DENEN AUFGETEILT WIRD DIE NICHTS FUER KROATIENS UNABHAENGIGKEIT GETAN HABEN! WOFUER?


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  1. [...] Zieldatum für den Abschluss der Beitrittsverhandlungen mit Kroatien niedergeschrieben. (mehr dazu hier) Der Automatismus, der sich daraus ergibt, wird bewusst in Kauf genommen – ebenso wie ein weiterer [...]

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