Von Rumänien und anderen Schweinereien
Schon mal etwas von den pigs-Staaten gehört? Oder gar von den piigs? Ich gestehe, ich kannte bisher nur die Brics, obwohl die “pigs” Portugal, Irland, Griechenland und Spanien schon seit 2008 durchs Dorf gejagt werden. Inzwischen wurde der pigs-Stall für Italien erweitert, so dass nun wahlweise auch von den piigs gesprochen wird.
Pigs helfen Rulu
Aber was, bitte, hat das mit Rumänien zu tun? Kurze Erklärung: Ich hatte Cristian Ghinea, Direktor des Romanian Center for European Policies, vor einigen Tagen gebeten, für EurActiv.de die aktuelle Lage in Rumänien zu schildern. Der EU-Experte lebt und arbeitet in Bukarest und ich wollte gern aus erster Hand erfahren, ob sich die politische und wirtschaftliche Krise des Landes beruhigt hat, seitdem Traian Băsescu als Präsident Rumäniens im Dezember 2009 wiedergewählt wurde.
Und tatsächlich, so schreibt Ghinea in seiner Analyse, scheinen die lähmenden innenpolitischen Blockaden in Rumänien zumindest für die nächsten Monate gelöst. Das Land kann sich so auf die notwendigen und zugleich schmerzlichen Reformen konzentrieren. Für diese positive Wendung seien auch die pigs (ah, da sind sie also) hilfreich gewesen, die die geballte Medienaufmerksamkeit und EU-Kritik auf sich gezogen haben. Auch ich sage hiermit Danke, liebe pigs, dass ihr die Rulu-Staaten – Rumänien, Ungarn, Lettland und die Ukraine – (zumindest vorübergehend) aus der Schuss- und Spekulationslinie der Finanzinvestoren gebracht habt.


